Dritter Vortrag
Mit dieser Andeutung ist außerordentlich Wichtiges gesagt. Denn in diesem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts war eine wichtige Zeit in der Menschheitsentwickelung. Notwendig war es und notwendig bleibt es, daß die Menschen den Sinn sich eröffnen für das Eingreifen inspirierter Ideen; dafür müssen die Menschen empfänglich werden. Allerdings, äußerlich betrachtet - wir werden aber die Sache nicht bloß äußerlich betrachten, sondern wir werden auf die tiefere, innerliche Betrachtung eingehen -, äußerlich betrachtet sieht es zunächst so aus,‘ als wenn eigentlich die Dinge recht trostlos lägen. Aus den geistigen Welten kamen schon die Impulse, die hereinströmten, hereinwirkten, um die Menschen über diesen Zeitpunkt des Jahres 1879 hinwegzuführen so, daß sie für inspirierte Ideen empfänglich geworden wären. Es waren schon die Impulse da, um den Menschen Gedanken zu geben, daß sie schon am Ende des 19. Jahrhunderts hätten das Bewußtsein haben können: Wenn wir geschichtlich, wenn wir sozial, wenn wir ethisch-moralisch im Gemeinschaftsleben handeln, dann handeln unsere Toten, handeln die Angeloi, handeln die Archangeloi, handeln die Archai unter uns. - Das war da. Die Impulse waren da, sie gingen nur an vielen Menschen zunächst spurlos vorüber.
Cite:
GA 179/1917-12-10/p036 · edition original