Vierter Vortrag
Wir haben betont, daß für das Leben zwischen der Geburt und dem Tode völlig wachend eigentlich nur das durchlebt wird, was wir in der Sinneswahrnehmung haben, was aus den Sinneseindrücken stammt und was in den Vorstellungen erlebt wird. Dagegen verträumt der Mensch alles das, was in den Gefühlen als Wirklichkeit lebt, und er verschläft alles, was in den Willensimpulsen eigentlich als die tiefere Notwendigkeit liegt, als die tiefere Wirklichkeit vorhanden ist. Wir leben in unserem Gefühls- und Willensleben in denselben Sphären, in denen mit uns gemeinschaftlich die sogenannten Toten da sind.
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GA 179/1917-12-11/p004 · edition original