Vierter Vortrag

GA 179/1917-12-11/p029 ·1917-12-11 · original (original)
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Nun, wenn Sie hier einen Spiegel haben und dadrinnen sind verschiedene Gestalten, so weist das darauf hin, daß außerhalb des Spiegels Gestalten da sind, die sich spiegeln. Nehmen Sie an, Sie schauen in den Spiegel hinein als unbeteiligter Zuschauer. (Es wird gezeichnet.) Die zwei Gestalten, die ich da aufgezeichnet habe, die prügeln sich, das sehen Sie, die prügeln sich. Das weist zwar darauf hin, daß diejenigen Gestalten, die sich spiegeln, irgend etwas tun, aber Sie werden nicht behaupten dürfen, daß die Gestalt A im Spiegel dadrinnen die Gestalt B im Spiegel dadrinnen durchprügelt. Was da im Spiegel drinnen erscheint, das gibt das Bild des Prügelns, weil die Gestalten außer dem Spiegel irgend etwas tun. Sind Sie der Meinung, daß die Gestalt A, die da im Spiegel drinnen ist als Spiegelbild, der Gestalt B, die im Spiegel drinnen ist, etwas antut, dann sind Sie in einer ganz irrtümlichen Meinung befangen. Sie können nicht Beziehungen, Verhältnisse aufstellen zwischen den Spiegelbildern, sondern Sie können nur sagen: Das, was sich in den Spiegelbildern ausdrückt, das weist hin auf irgend etwas in der Welt der Wirklichkeit, die sich spiegelt. - Aber die Welt, die der Mensch als gegebene hat, ist ein Spiegel, ist eine Maja, und in dieser Welt redet der Mensch von Ursachen und Wirkungen. Wenn Sie in dieser Welt von Ursachen und Wirkungen reden, so ist das gerade so, wie wenn Sie glauben würden, daß das Spiegelbild A dadrinnen das Spiegelbild B durchprügelt. In den wirklichen Wesen, die sich spiegeln, geschieht etwas; aber in dem Spiegelbild A, in dem Spiegelbild B liegen nicht die Impulse des Sich-Prügelns.

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Cite: GA 179/1917-12-11/p029 · edition original