Vierter Vortrag

GA 179/1917-12-11/p035 ·1917-12-11 · original (original)
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Das sind die vorbereitenden Ideen, die ich Ihnen mitteilen wollte über dasjenige, was auf dem Grunde der Menschennatur liegt. Was Wirklichkeiten wahrnehmen würde, aber zur Wahrnehmung in einer Inkarnation noch nicht reif ist, sondern abgeschwächt erst in der nächsten Inkarnation Mensch wird, der Kentaur würde Wahrheit, würde Wirklichkeit wahrnehmen; aber der Kentaur nimmt eben noch nicht wahr. Dasjenige, was heute wahrgenommen wird, ist noch keine Wirklichkeit. Aber der Mensch kann sich bestimmen lassen durch dasjenige in seinem Wesen, was nicht mehr — oder noch nicht - ein Kentaur ist: dann handelt er als ein freies Wesen. Das Geheimnis unserer Freiheit hängt innig zusammen mit der Bändigung unserer Kentaurennatur. Unsere Kentaurennatur verhält sich so zu uns, daß sie angekettet, gefesselt ist, damit wir nicht die Wirklichkeit des Kentauren, sondern eine bloße Maja wahrnehmen. Wenn wir uns durch die Maja impulsieren, sind wir frei.

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Cite: GA 179/1917-12-11/p035 · edition original