Fünfter Vortrag

GA 179/1917-12-15/p008 ·1917-12-15 · original (original)
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Um aber diese Dinge voll zu verstehen, haben wir nötig, gewisse Begriffe aufzunehmen, die - man kann schon nichts dafür, das sagen zu müssen, weil die Dinge eben so sind — nicht ganz leicht zu durchdenken sind, bei denen man sich, um sie zu durchdenken, Mühe geben muß. Solche Begriffe hat zunächst der Mensch im Verlaufe seines gewöhnlichen wachen Bewußtseins nicht. Der Mensch kennt im gewöhnlichen wachen Bewußtsein das, was räumlich ausgedehnt ist, was in der Zeit verläuft. Und er möchte eigentlich mit dem zufrieden sein, was räumlich ausgedehnt ist und was in der Zeit verläuft. Krankt ja sogar der Mensch vielfach daran, sich auch dasjenige, was in der geistigen Welt enthalten ist, möglichst räumlich zu denken, wenn auch nebulos, wenn auch dünn und nebelhaft, aber er möchte es doch irgendwie sich räumlich denken: räumlich herumfliegende Seelen und dergleichen möchte er sich denken. Man muß über die Begriffe von Raum und Zeit hinausgehen zu komplizierteren Begriffen, wenn man in diese Dinge wirklich eindringen will. Und da möchte ich Ihnen denn heute etwas andeuten, was wichtig ist zur Erfassung des menschlichen Gesamtlebens.

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Cite: GA 179/1917-12-15/p008 · edition original