Fünfter Vortrag

GA 179/1917-12-15/p009 ·1917-12-15 · original (original)
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Fassen wir noch einmal ins Auge — wie gesagt, im Rohen -, daß wir diese vierfache Natur zunächst haben: den physischen Leib, den Bildekräfte- oder Ätherleib, den astralischen Leib und das Ich. Wenn man so vom Standpunkte des gewöhnlichen wachen Bewußtseins aus redet und frägt: Wie alt ist eigentlich ein Mensch, dieser bestimmte Mensch A, wie alt ist er? - Nun, da wird irgend jemand sein Alter angeben, sagen wir fünfunddreißig Jahre, und er glaubt, damit etwas Ernsthaftes gesagt zu haben. Er hat auch für den physischen Plan und das gewöhnliche Wachbewußtsein etwas Ernsthaftes damit gesagt, daß er fünfunddreißig Jahre alt sei. Aber für die geistige Welt, also für die Gesamtwesenheit des Menschen, ist damit nur teilweise etwas gesagt. Denn Sie können eigentlich, wenn Sie sagen, ich bin fünfunddreißig Jahre alt, dies nur für Ihren physischen Leib sagen. Sie müßten sagen: Mein physischer Leib ist fünfunddreißig Jahre alt - dann würde die Sache stimmen. Für den ätherischen oder Bildekräfteleib, für die andern Glieder der menschlichen Wesenheit haben Sie aber damit noch gar nichts gesagt. Denn daß Ihr Ich zum Beispiel auch fünfunddreißig Jahre alt sein soll, wenn Ihr physischer Leib fünfunddreißig Jahre alt ist, das ist eine bloße Illusion, das ist sogar eine reine Phantasterei. Denn sehen Sie, hier tritt auf der Begriff verschieden geschwinder, verschieden schneller Entwickelung der verschiedenen Glieder der menschlichen Natur.

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Cite: GA 179/1917-12-15/p009 · edition original