Fünfter Vortrag

GA 179/1917-12-15/p013 ·1917-12-15 · original (original)
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Man könnte die Sache auch so ausdrücken: die vier verschiedenen Glieder der menschlichen Wesenheit rechnen nach ganz verschiedenen Zeitmaßen. Das Ich rechnet einfach ein Jahr viermal so lang als der physische Leib. Und bildhaft könnten Sie sich das so vorstellen, wenn Sie es sich projizieren wollten auf den physischen Plan heraus. Während zum Beispiel ein Mensch normal wächst, achtundzwanzig Jahre alt wird, wachse ein Kind langsamer und sei nach achtundzwanzig Jahren ein siebenjähriges Kind. So zunächst erscheint die ganze Sache wie eine abstrakte Wahrheit, aber es ist im Menschen eine gründliche Wirklichkeit. Denn denken Sie doch, daß wir in unserem Ich dasjenige tragen, was wir unseren Verstand, unser selbstbewußtes Denken nennen. Wenn wir in unserem Ich unseren Verstand, unser selbstbewußtes Denken haben, dann sind unser Verstand und unser selbstbewußtes Denken eigentlich wesentlich jünger, als wir scheinbar unserem physischen Leibe nach sind. Das sind sie auch, das sind sie wirklich!

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