{"corpus":"steiner","locus":"GA 179/1917-12-16/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn Sie sich den Gedanken recht lebendig machen, da sehen Sie aus der Erde aufsteigen wie einen geistigen Duft elementarisches Leben, in das wir eingebettet sind, in dem wir drinnenstehen mit unserer Seele. Aber wir stehen in einer viel intensiveren Weise noch in diesem elementarischen Leben drinnen, denn wir sind beteiligt an dem Prozesse, von dem ich gesprochen habe. Wir sind gar sehr als Menschen daran beteiligt. Und die Tiere sind auch daran beteiligt. Wieso? Nun, es ist gar keine Verschiedenheit zwischen dem, was da geschieht, wenn im Meere so und so viel Fischeier abgelegt werden, die nicht Fische werden, sondern die nur zu einem elementarischen Dasein die Veranlassung geben, und dem, was dann geschieht, wenn wir auf einem Felde aus der Erde die Saat herauswachsen sehen, sagen wir die Weizensaat. Wie viele Weizenkörner wachsen da heraus, die alle als Ursachen vorbestimmt sind, selbst wiederum Weizenhalme zu bilden, und die es nicht werden, weil wir sie essen! Da sind wir es selbst in unserem in der Welt stehenden Prozesse, welche sich verbinden mit dem, was da als elementarisches Dasein sich entwickelt. Wir halten auch in den Weizenkörnern und in den andern Produkten, aus denen wir unser Leben nähren, den fortlaufenden, den fortgehenden Prozeß auf. Wir lassen nicht wirkliche Wesen daraus werden, sondern wir bewirken durch unser eigenes Dasein die Verwandlung desjenigen, was zu ganz anderem bestimmt ist, in elementarischen Prozessen, die nur durch Imaginationen erreichbar sind. Aber diese Wirklichkeit, die diesem imaginativen Leben zugrunde liegt, spielt sich dadurch ab, daß wir selbst hineingestellt sind in den Prozeß, daß wir daran teilnehmen. Aus den Weizenkörnern, aus den Roggenkörnern, aus allem übrigen, was wir in dieser Weise aus der Natur genießen, aus alledem entwickelt sich elementarisches Leben, und dieses elementarische Leben zieht durch uns. Dieses elementarische Leben nehmen wir auf, in diesem elementarischen Leben stehen wir drinnen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Sechster Vortrag","site_heading":null,"date":"1917-12-16","location":null,"word_count":305,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/179/1917-12-16/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/179/1917-12-16/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/179/1917-12-16/p010","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}