Sechster Vortrag

GA 179/1917-12-16/p022 ·1917-12-16 · original (original)
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Aber unsere Zeit ist aufgeklärt, die Menschen unserer Zeit sind sehr gescheit. Daher haben sie nicht nur den unberechtigten Wunderbegriff abgelehnt, sondern das Wunder überhaupt als solches auch aus der geistigen Welt verbannt. Aber das Wunder aus der geistigen Welt verbannen, das heißt nichts anderes, als alles das zu tun, um diese geistige Welt überhaupt nicht verstehen zu können. Denn aus der geistigen Welt treten die Dinge so heraus, daß wir nur Wirkungen sehen; wenn wir die Ursache suchen, so können wir sie nicht finden. Gerade dann, wenn man Geistesforscher ist, drängt sich einem das als eine unbedingte Wahrheit auf. Und weil die Gefühllosigkeit der Menschheit am Ende des 19. Jahrhunderts für die Verwunderung, für die Ehrfurcht desjenigen, was sich aus der Welt heraus offenbaren will, bis zu einem gewissen hohen Grade gestiegen war, so war eine Abneigung gegen die Offenbarung vorhanden. Denn in demselben Sinne, in dem sich die Ehrfurcht entwickelt gegenüber allem, was Welttiefe ist, in demselben Maße kommen diese Offenbarungen auch an den Menschen heran.

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Cite: GA 179/1917-12-16/p022 · edition original