Siebenter Vortrag
«... Ihre Hauptneigungen und dominierenden Vorstellungen und endlich an Ihre Vergangenheit, und damit selbst den Beweis führen, wie äußerst zusammengesetzt diese Ich-Vorstellung ist. Freilich reduziert der reflektierende Mensch diese Kompliziertheit der Ich-Vorstellung wieder auf eine relative Einfachheit, indem er den äußeren Objekten und anderen Ichs sein eigenes Ich als das Subjekt seiner Empfindungen, Vorstellungen und Bewegungen gegenüberstellt. Gewiß hat auch diese Gegenüberstellung und diese Vereinfachung der Ich-Vorstellung ihre tiefe erkenntnistheoretische Begründung, aber, rein psychologisch betrachtet, ist dieses einfache Ich nur eine theoretische Fiktion.»
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GA 179/1917-12-17/p014 · edition original