Achter Vortrag

GA 179/1917-12-22/p006 ·1917-12-22 · original (original)
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Diese Frage, ob es überhaupt eine menschliche Freiheit gibt oder nicht, beweist, wenn sie aufgeworfen wird, eine unspirituelle Denkungsart. Vom spirituellen Gesichtspunkt aus muß man sich zu der Frage der Freiheit in ganz anderer Weise verhalten. Da muß man sich so dazu verhalten, daß man weiß: Derjenige, der überhaupt zweifeln kann an der Tatsache der menschlichen Freiheit, versteht den menschlichen Willen nicht. Wo immer Zweifel auftreten an der menschlichen Freiheit, da ist dieses Vorhandensein des Zweifels ein Beweis dafür, daß der Betreffende keine Ahnung hat von der wirklichen Realität des menschlichen Willens. Denn sobald man den Willen erkennt, erkennt man auch das selbstverständliche Korrelat des Willens, erkennt man den Impuls der menschlichen Freiheit.

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