{"corpus":"steiner","locus":"GA 18/l02/p053","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Es ergibt sich aus dieser Seelenauffassung, was Plato über das sittliche Leben zu sagen hat. Die Seele ist sittlich, wenn sie das Leben so einrichtet, daß sie möglichst stark sich als Vernunftseele zum Ausdruck bringt. Die *Weisheit* ist die Tugend, welche aus der Vernunftseele stammt; sie veredelt das menschliche Leben; der *Starkmut* kommt der mutartigen, die *Besonnenheit* der begierdevollen Seele zu. Die beiden letzteren Tugenden entstehen, wenn die Vernunftseele über die anderen Seelenoffenbarungen zum Herrscher wird. Wenn alle drei Tugenden harmonisch im Menschen zusammenwirken, so entsteht das, was Plato die *Gerechtigkeit* die Richtung auf das Gute, Dikaiosyne nennt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Weltanschauung der griechischen Denker","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":98,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/18/l02/p053","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["AP1973"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/18/l02/p053"},{"lang":"en","edition":"AP1973","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"locus":"GA 18/p01c02/p053","anchor_mapped":true,"anchor_method":"part_chapter","anchor_confidence":"high","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/18/p01c02/p053"}]}