Die Weltanschauungen des jüngsten Zeitalters der Gedankenentwicklung

GA 18/l05/p018 · original (original)

Dies ist das Weltbild, zu dem Leibniz getrieben wird, weil er es so gestalten muß, daß sich in diesem Bilde das selbstbewußte Seelenleben, das Ich, als eine Wirklichkeit behaupten kann. Es ist ein Weltbild, das völlig aus dem «Ich» selbst heraus gestaltet ist. Ja, dies kann, nach Leibniz' Ansicht, auch gar nicht anders sein. In Leibniz führt das Weltanschauungsstreben zu einem Punkte, wo es, um die Wahrheit zu finden, nichts von dem als Wahrheit hinnimmt, was sich in der Außenwelt offenbart.

Read this passage in another edition
DEoriginalENAP1973
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/18/l05/p018.json
Cite: GA 18/l05/p018 · edition original