Vierter Vortrag

GA 180/1917-12-26/p010 ·1917-12-26 · original (original)
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Ein bewegliches Fest, festgelegt nach dem Stande von Sonne und Mond, ist das Osterfest. Damit ist das Osterfest zum Sinnbilde gemacht von Vorgängen im außerirdischen Kosmos. Das Osterfest ist gewissermaßen ein geistiges, ein himmlisches Fest. Materialistisch denkende Menschen - ich habe öfter darauf aufmerksam gemacht — haben ja ihren Ansturm geltend gemacht gegen das Bewegliche des Osterfestes, weil in die Philisterordnung des 19. und 20. Jahrhunderts diese Beweglichkeit des Osterfestes Unordnung hineingebracht hätte. Ich habe selber viele Diskussionen mitgemacht, die besonders von Astronomen gepflogen worden sind, in denen immer wieder und wiederum erörtert worden ist, daß das Osterfest rein pedantisch schematisch an irgendeinem Tage, zum Beispiel dem ersten Sonntag im April wenigstens, damit es nicht ganz so beweglich sei, festgelegt werde. Es sind selbstverständlich viele Gründe vom Gesichtspunkte des 19. Jahrhunderts aus für diese Unbeweglichkeit des Osterfestes anzusetzen. Man denke sich nur, daß ja die Beweglichkeit des Osterfestes ganz im Sinne des Weltenbuches, des Neuen Testaments ist, wenigstens im Sinne des Geistes des Neuen Testaments.

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Cite: GA 180/1917-12-26/p010 · edition original