Vierter Vortrag

GA 180/1917-12-26/p014 ·1917-12-26 · original (original)
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Was die Menschheit braucht, ist eben diese Erweiterung des Interessenkreises. Die kann nur dadurch erworben werden, daß die Menschenseele sich immer wieder und wieder durchdringt mit der Erkenntnis, die heute erweitert werden kann - wie wir gerade durch diese Betrachtungen jetzt schon seit Wochen her gesehen haben über die Grenze hinaus, welche gezogen ist durch die Sinne und durch den Verstand, der an die Sinne gebunden ist, und durch das Leben zwischen der Geburt und dem Tode: über diese Grenze hinaus, hinein in das All, das wir, in der Weise wie wir es charakterisiert haben, gemeinschaftlich haben mit den Menschenseelen, die sich in dem Gebiete zwischen dem Tod und einer neuen Geburt befinden. Man kann diese Menschenseele nur ganz kennenlernen, wenn man auch diese ihre andere Seite kennenlernt, die sie zu durchleben hat zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Gedanken über das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt lagen allerdings der philiströsen Wissenschaft des 19. Jahrhunderts und des 20. Jahrhunderts so ferne wie nur irgend möglich. Dieses Zeitalter glaubte das Heil nur darinnen sehen zu müssen, in kombinierendem Verstande das zusammenzufassen, was die Sinne darbieten.

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