Vierter Vortrag
Dasjenige, was dahinter zu stehen hat, das ist die göttliche, die geistige Dreifaltigkeit, das ist die umfassende Weisheit, die zur Lehre wird für die Menschheit und die den Weltinhalt ausdrückt. Anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft kann sich allerdings nicht zu einer irdischen Institution bekennen, denn eine irdische Institution würde mit ihren Ansprüchen bloße Machtansprüche entfalten. ‚Anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft nimmt die jungfräuliche Weltenweisheit ernst. Wenn man denkt im Sinne der anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft, sieht man in dem, was der Inhalt ist des von dieser Wissenschaft Vorgebrachten, nicht bloß eine Summe von Abstraktionen, eine Summe von abstrakten Vorstellungen, sondern ein Lebendiges, das uns erfüllt, das uns wirklich auch in der Seele mit Impulsen erfüllen kann und das dann zum Worte, zur Lehre wird; nicht nur im schulmäßigen Sinne, sondern in dem Sinne, daß diese geisteswissenschaftliche Weisheit sozial dienlich wird, wie das Wort sozial dienlich wird, derausgedrückte Inhalt, der dann aus übersinnlichen Welten in die sinnliche Welt eingeführt wird, der unseren Impulsen dadurch zugrunde liegt; das ist der inspirierende Geist.
Cite:
GA 180/1917-12-26/p019 · edition original