Vierzehnter Vortrag
Um solche Vorstellungen richtig zu fassen, dazu gehört gar vieles. Dazu gehört vor allen Dingen - ich muß das von den verschiedensten Gesichtspunkten aus immer wieder und wieder betonen -, daß die Menschen wiederum lernen, in einem viel höheren Sinne, als sie es heute wollen, an das Leben zu glauben, an die Geistigkeit des Lebens zu glauben. Es wird heute dem Menschen verhältnismäßig einleuchten, vielleicht an seine geistige Herkunft zu glauben. Er wird verhältnismäßig leicht dazu zu bringen sein, daran zu glauben, daß sich mit dem, was sich in der Vererbung durch die Generationen als Materielles entwickelt-hat, ein Geistiges verbunden hat, das aus einer geistigen Welt herkommt. Aber das genügt nicht. Was notwendig ist, das ist, daß wir nicht nur an die geistige Herkunft eines Stückes von unserem Leben glauben, sondern an die geistige Herkunft unseres ganzen Lebens. Wie das?
Cite:
GA 181/1918-05-21/p016 · edition original