Vierzehnter Vortrag

GA 181/1918-05-21/p024 ·1918-05-21 · original (original)
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Es kann gar nicht anders sein, als daß diesem Kopf «alle Hoffnung schwindet». Das ist das Motiv der Selbstbeobachtung. Faust zieht nur alle Konsequenzen, aber er holt nach, was er in seiner Jugend versäumt hat. Er holt es nach und kann es nachholen. Dadurch wird er eine Stufe höher geführt. Dadurch rechtfertigt es sich, daß jetzt noch einmal die Frage aufgestellt wird: «Wem denn?» Dem, der ihm im «Pudel» entgegenkommt: Mephistopheles. Aber was ist dies? Dies ist diejenige Gegenkraft der menschlich strebenden Kräfte, die sich dem Menschen so entgegenwirft, wie Faust sich dem Erdgeist entgegenwirft, da er mit dem Makrokosmos nichts zu tun haben will. Das sind die luziferischen Kräfte, die aus des Menschen Innerem herauskommen. Daher ist Mephistopheles zunächst mit luziferischen Zügen ausgestaltet, und das ist im wesentlichen der Mephistopheles des ersten Teiles der Faust-Dichtung: ein luziferisches Wesen.

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