Vierzehnter Vortrag

GA 181/1918-05-21/p031 ·1918-05-21 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Ich habe dies eben angeführt aus dem Grunde, weil ich darauf aufmerksam machen will, daß es wirklich nötig ist, dasjenige — aber auch das Vergangene -, was die Geistessubstanz der Menschheit enthält, mit eindringlichen Gedanken einmal zu erfassen, daß wir ernst nehmen, was da ist. Denn wir haben seit vier bis fünf Jahrzehnten vollständig verlernt, gerade das Größte in der Menschheitsvergangenheit mit vollem Ernste aufzunehmen. Furchtbar viel ist in den letzten vierzig bis fünfzig Jahren versäumt worden, und notwendig ist es, daß das, was geistig da wat, in einer allerdings erneuerten Gestalt auftrete; denn es war in manchen Teilen atavistisch, und da konnte es in vieler Beziehung eine gewisse Kruste nicht durchbrechen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/181/1918-05-21/p031.json
Cite: GA 181/1918-05-21/p031 · edition original