Die Drei Reiche Der Toten Das Leben Zwischen Tod Und Neuer Geburt

GA 182/1917-11-29/p009 ·1917-11-29 · original (original)
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Also Sie müssen sich dieses Reich der Toten so vorstellen, daß, wo Sie es nur gewissermaßen berühren, Sie eine solche Berührung gar nicht ausführen können, ohne daß dasjenige, was Sie berühren, für sich Lust und Leid empfindet, aber auch irgendwelche Sympathien oder Antipathien entwickelt. Angedeutet ist das schon in meiner «Theosophie», wo von dem Seelenreiche gesprochen ist, und wo die wichtigsten Kräfte dieses Seelenreiches eben in den Kräften der Sympathie und Antipathie gesucht werden. Aber man muß solche Dinge in seine lebendigen Vorstellungen aufnehmen. Man muß, indem man sich bewußt wird des Zusammenwirkens gewissermaßen des Totenreiches und des Reiches der sogenannten Lebendigen, man muß sich auch bewußt sein, wie man sich vorzustellen hat, daß der Tote gewissermaßen in seinem Reiche schaltet und waltet. Er schaltet so, daß er sich gewissermaßen immer bewußt sein muß: er ruft Sympathie oder Antipathie hervor, Leid oder Freude, alles, was er tut, bringt, wenn ich so sagen darf, diese Resonanz hervor, diese lebendige Empfindung. Etwas, was man in dem Sinne unseres pflanzlichen und tierischen Reiches unempfindlich nennen könnte, gibt es jenseits der Pforte des Todes gar nicht.

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Cite: GA 182/1917-11-29/p009 · edition original