Die Drei Reiche Der Toten Das Leben Zwischen Tod Und Neuer Geburt

GA 182/1917-11-29/p014 ·1917-11-29 · original (original)
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Es erhebt sich, wie sich für uns während unseres Daseins in der physischen Welt das Pflanzenreich erhebt auf Grundlage des mineralischen Reiches, auf der Grundlage dieses Reiches von waltenden Sympathien und Antipathien, die sich dann fortsetzen in das Leben des irdischen Tierreiches hinein, ein zweites Reich, welches nun nicht so wirkt im Toten, daß er bloß Lust und Leid empfindet, daß er bloß von Empfindungen getragene Impulse aussendet, die sich dann fortsetzen, die dann wirken, sondern dieses zweite Reich, das sich da erhebt, das wirkt im wesentlichen zusammen mit dem, was man nennen könnte Erstarkung und Ablähmung der dem Toten nach dem Tode eignenden Willenskräfte. Sie müssen, wenn Sie sich über diese Willenskräfte richtig unterrichten wollen, etwas nachlesen in dem genannten Wiener Zyklus, wo ich charakterisiert habe, wie der Wille, der der Menschenseele eignet zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, nicht genau so ist wie das, was wir hier im physischen Leben Wille nennen; aber wir können immerhin vom Willen sprechen, obwohl der Wille dort ganz anders, namentlich von Gefühlselementen und noch von einem anderen Elemente durchsetzt ist, das es hier auf Erden gar nicht gibt. Aber dieser Wille, der ist nach dem Tode für die Menschenseelen in einem fortwährenden Aufundabfluten begriffen. Wenn man mit einem Toten verkehrt, so erlebt man sein Seelenleben so, daß einem in einem Augenblicke entgegentritt: Er fühlt sich verstärkt in seinen Willensimpulsen, er fühlt sich in sich selbst stärker; in einem anderen Augenblicke lähmt sich der Wille etwas ab, schläft gewissermaßen ein. So flutet zwischen Stärkerwerden und Schwächerwerden dieser Wille dahin. Und dieses Fluten zwischen Stärkerwerden und Schwächerwerden des Willens, das ist ein großer Teil, ein wichtiger, wesentlicher Teil im Leben des Toten.

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