Die Drei Reiche Der Toten Das Leben Zwischen Tod Und Neuer Geburt

GA 182/1917-11-29/p023 ·1917-11-29 · original (original)
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Das meine ich so: Wenn ein Toter eine gewisse Zeit in dem Reiche zwischen dem Tod und einer neuen Geburt zugebracht hat, so hat sich der Kreis seiner Erlebnisse erweitert und erstreckt sich über diejenigen Seelen - seien sie auf der Erde, seien sie drüben -, mit denen er in unmittelbar karmische Verbindung getreten ist. Nun aber haben diese Seelen wiederum karmische Verbindungen ihrerseits, die nicht zugleich karmische Verbindungen des Toten, den ich meine, sind. Also ich will so sagen: Die Persönlichkeit A hat eine karmische Verbindung mit der Persönlichkeit B, aber nicht mit der Persönlichkeit C. Da sieht man, wie der Tote seine Erlebnisse über die Persönlichkeit B ausdehnt, wie er mit der lebt in der geschilderten Weise. Später kommt dann dazu, daß der B ein Vermittler wird zu dem C. Der A hat keine Beziehung zu dem C, aber er bekommt eine Beziehung mittelbar dadurch, daß der B eine karmische Verbindung zu dem C hat. Dadurch aber erweitert sich dieses zweite Reich zwar langsam, aber allmählich über ein sehr, sehr großes Feld. Man wird gewissermaßen immer reicher und reicher an solchem inneren Erleben, an solchen Erlebnissen, die Verstärkung und Schwächung des Willens sind, die uns einleben müssen in das Reich der toten, oder lebendigen Seelen, wenn wir selber durch die Pforte des Todes gegangen sind.

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Cite: GA 182/1917-11-29/p023 · edition original