Die Drei Reiche Der Toten Das Leben Zwischen Tod Und Neuer Geburt

GA 182/1917-11-29/p028 ·1917-11-29 · original (original)
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Also das imaginative Erkennen kann sich schon Vorstellungen machen über den Grundriß des Lebens zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Es wäre auch für den Menschen außerordentlich traurig, wenn er sich solche Vorstellungen gar nicht bilden könnte. Denn denken Sie doch nur, daß wir mit unserem Gefühls- und Willensleben gar nicht getrennt sind von dem Reiche der Toten. Dasjenige, was sich unserem Anblicke entzieht, das ist nur aus unserer Vorstellung und aus unseren Sinneswahrnehmungen entschwunden. Es wird einen Riesenfortschritt in der Entwickelung des Menschengeschlechtes auf der Erde bedeuten, für den Teil des Erdenlebenslaufes, den dieses Menschengeschlecht noch zu durchleben hat, wenn die Menschen das Bewußtsein hier in sich aufnehmen werden: In ihren Gefühlsimpulsen, in ihren Willensimpulsen sind sie mit den Toten eines! - Der Tod kann uns überhaupt nur den physischen Anblick der Toten rauben. Aber wir können nichts fühlen, ohne daß in der Sphäre, in der wir fühlen, die Toten anwesend sind, nichts wollen, ohne daß in der Sphäre, in der wir wollen, die Toten ebenfalls anwesend sind.

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