Die Drei Reiche Der Toten Das Leben Zwischen Tod Und Neuer Geburt

GA 182/1917-11-29/p031 ·1917-11-29 · original (original)
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Was ich in der Hauptsache heute als meine Aufgabe ansehe, das ist, durch solche Vorstellungen wiederum das Bewußtsein hervorzurufen, wie die Toten mitwirken an dem, was Menschenentwickelung ist. Man möchte eigentlich heute solche Dinge auch schon in öffentlichen Vorträgen verkündigen; man kann es nur nicht, weil die Menschen sich auf solche Vorstellungen doch eigentlich noch nicht einlassen, wenn sie nicht einiges schon durchgemacht haben von dem, was in unseren Zweigen mitgeteilt worden ist. Indem man aber das Leben so schildert zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, und indem man namentlich seinen Zusammenhang schildert mit dem Erdenleben, genügt man, oder man könnte besser sagen, erfüllt man die Forderungen gerade unseres Zeitalters. Denn unser Zeitalter hat die alten instinktiven Vorstellungen seit verhältnismäRig langer Zeit abgeworfen, die vom Reiche der Toten handeln, und es muß unsere Menschheit neue Vorstellungen aufnehmen. Sie muß aus den Abstraktionen über die höheren Welten herauskommen und nicht bloß im allgemeinen von Geistigkeit sprechen, sondern sie muß dahin kommen, wirklich einzusehen, was als Geistigkeit wirkt. Sie muß sich klar sein darüber, daß die Toten nicht verstorben sind, sondern im geschichtlichen Werdeprozeß3 der Menschheit weiterleben, weiterwirken, daß die Kräfte, die geistig um uns herum sind, auf der einen Seite die Kräfte der höheren Hierarchien sind, aber eben auch die Kräfte der Toten sind. Die größte Illusion, der sich die Menschheit der Zukunft hingeben könnte, wäre die, wenn man glauben wollte, daß dasjenige, was die Menschen als soziales Leben unter sich, als Zusammenleben hier auf der Erde mit ihrem Fühlen, mit ihrem Willen entwickeln, daß das mit Ausschluß der Toten geschähe, bloß mit irdischen Einrichtungen. Es kann gar nicht durch die bloßen irdischen Einrichtungen geschehen, weil eben schon in dem Gefühl und im Willen die Toten mitwirken.

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