Die Drei Reiche Der Toten Das Leben Zwischen Tod Und Neuer Geburt

GA 182/1917-11-29/p033 ·1917-11-29 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Dieses Mysterium von Golgatha, das ist nicht nur dieses einmalige und als solches Einmaliges das größte Ereignis der Erdenentwickelung, sondern es ist ein fortwirkendes Ereignis, es ist ein fortwirkender Impuls. Und die Menschheit muß etwas dazu tun, um diesen Impuls in der rechten Weise fortwirken zu lassen. Ich habe es seit langer Zeit immer wieder und wiederum betont, wie mit dem Impuls von Golgatha gerade die Aufgabe unserer Geisteswissenschaft zusammenhänge, wie Geisteswissenschaft in einer gewissen Weise da sein muß, um diesen Impuls von Golgatha in der richtigen Weise für unser Zeitalter und für die nächste Zukunft zu verstehen. Dessen können Sie sicher sein: Als irdische Wissenschaft, die zu gleicher Zeit weltliche Religion bildend sein wird, wird die Naturwissenschaft immer größeren und größeren Einfluß gewinnen. Solche Torheiten wie der Vorwurf, der zum Beispiel mir gemacht wird, daß ich den Naturwissenschaften auch in ihrer radikalen Entwickelung unfreundlich gegenüberstehe, die gehören zu den allerantiquiertesten Vorurteilen in der Denkweise; denn derjenige, der den Lauf der Erdenentwickelung versteht, weiß, daß die Naturwissenschaften nicht widerlegt werden können, daß sie im Gegenteil immer weiter und weiter sich ausbreiten werden. Und dasjenige, was als eine Art von religiösem Glauben über die Welt von Naturwissenschaft gezogen wird, das ist nicht irgendwie anzuhalten, das kommt; das kommt auf der einen Seite sicher, und kommt zum Segen der Menschheit. Und es wird gar nicht lange dauern, vielleicht nur einige Jahrzehnte, dann werden sich keinerlei Konfessionen mehr wehren können dagegen, daß an den einfachsten primitivsten Menschen ein solches Bewußtsein von dem reinen Naturdasein herankommt, wie es eben die Naturwissenschaft pflegt. Das ist auf der einen Seite schon sicher.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/182/1917-11-29/p033.json
Cite: GA 182/1917-11-29/p033 · edition original