{"corpus":"steiner","locus":"GA 183/1918-08-19/p009","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Man sieht, da rumoren furchtbarste Dinge in der Seele eines außerordentlich genialischen Menschen, die nicht so ohne weiteres bezwungen werden können durch das, was in seinem Bewußtsein ist, weil da vieles aus diesem Unterbewußten herauf rumort. Sie werden begreifen, daß man schon mit einem gewissen Recht darauf hinweisen muß, daß die gewöhnliche Gescheitheit, die der Mensch jetzt entwickeln kann, nicht ausreicht, um das, was da aus den unbekannten Tiefen heraufkommt, zu erkennen. Denn es sollte ja gar nicht heraufkommen, es sollte da unten bleiben, aber es wird doch heraufkommen. Geradeso wie bis zum Jahre 747 vor Christus von außen etwas hereingekommen ist, so wird nachher von innen etwas aufsteigen. Durch das, was der Mensch sich erringen wird an gewöhnlicher, normaler Gescheitheit, wird das nicht bezwungen werden können, bei weitem nicht bezwungen werden können. Da wird man eben brauchen jenes Verstehen der Welt, welches durch die Geisteswissenschaft zu erwerben ist. Es wird Harmonie, innerliche Festigkeit und innerliche Gediegenheit in das menschliche Seelenleben nur eindringen können, wenn die Menschen dieses innerliche Seelenleben werden ordnen, harmonisieren wollen durch dasjenige, was aus der Erkenntnis des Geistes heraus errungen werden kann. Es strebt die Entwickelung der Menschheit also aus einem Zustande heraus, in welchem von der Außenwelt mehr wahrnehmbar war, als heute wahrnehmbar ist, und es strebt diese Entwickelung der Menschheit einem Zustande zu, in welchem aus dem tiefsten Inneren des Menschen mehr auftauchen wird, als heute im Normalzustand auftaucht.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1918-08-19","location":null,"word_count":235,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/183/1918-08-19/p009","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/183/1918-08-19/p009"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/183/1918-08-19/p009","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}