Fünfter Vortrag

GA 183/1918-08-25/p018 ·1918-08-25 · original (original)
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Von dem, was seelisch-geistig mit dem Brustkorb und dem Rumpf des Menschen zusammenhängt, wissen Sie ja auch im gewöhnlichen Bewußtsein sehr wenig. Das ist schon an sich ein Traumhaftes. Es schlägt nur manchmal, und dann sehr chaotisch, unregelmäßig, dieses Rumpf- und Brustkorbbewußtsein in das Bewußtsein des Menschen im 'Traume herauf. Wenn der Mensch regelmäßig atmen kann, wenn sein Herzschlag regelmäßig ist, also wenn alle seine Funktionen des Brustkorbes und Rumpfes regelmäßig sind, so verläuft das Bewußtsein des Rumpfes nicht so hell wie das Kopfbewußtsein, sondern es verläuft auch im gewöhnlichen Leben traumhaft. Man träumt im Gefühle — ich habe das im vorigen Jahre hier ausgeführt - von diesem mittleren Menschen. Aber dieses, was da im Gefühle liegt, was der Mensch nur im Gefühle erlebt, wenn es heraufgeholt wird durch ein mehr hellseherisch werdendes Bewußtsein, wenn mit andern Worten der Mensch das, was in seinem Brustkorb sich abspielt, ebenso bewußt zu überschauen lernt, wie er sonst im wachen Zustande nur das überschaut, was in seinem Hauptesbewußtsein ist, ja, dann teilt sich dieses Rumpf- und Brustkorbbewußtsein deutlich in zwei Teile. Der eine Teil träumt zurück in die ganze Zeit zwischen dem vorigen Tod und der jetzigen Geburt oder Empfängnis. Also während Sie traumhaft, in sehr tiefen Träumen in Ihrem Hauptesbewußtsein unterbewußt haben dasjenige, was in der vorigen Inkarnation war, haben Sie das, was seit der vorigen Inkarnation bis zu der jetzigen Geburt in der Zwischenzeit verflossen ist, in den Träumen des Brustkorbes. Und in den Träumen, die mehr nach den unteren Partien des Brustkorbes gelegen sind, haben Sie ein starkes Bewußtsein von dem, was zwischen Ihrem kommenden Tode und dem nächsten Erdenleben ist. Also das Bewußtsein, das im Brustkorb konzentriert ist, das aber mehr oder weniger unterbewußt bleibt für den gegenwärtigen Menschen, das ist eigentlich ein traumhaftes Bewußtsein sowohl für die Zeit vor dieser Geburt wie für die Zeit nach diesem Tode. Was zwischen unserem letzten Erdentode und unserer nächsten Erdenempfängnis liegt, mit Ausnahme desjenigen oder auch mit Einschluß desjenigen, was wir jetzt erleben zwischen Geburt und Tod, das enträtselt sich für dieses Unterbewußtsein des mittleren Menschen.

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Cite: GA 183/1918-08-25/p018 · edition original