Sechster Vortrag
Wenn dann der Tod eintritt, dann ist das so, daß der physische Leib abfällt und der Mensch das fortnimmt, was sich durch seine Löcher in ihn hineinerstreckt hat. Er nimmt es nun fort. Dadurch, daß er es fortnimmt — wir können uns diesen physischen Menschen wegdenken -, kommt nun der Mensch in eine gewisse Verwandtschaft mit der Seelenwelt, und dann auch mit dem Geisterland, wie Sie es ja in der «Theosophie» dargestellt finden. Er hat eine gewisse Verwandtschaft dadurch, daß er diese Ingredienzen in sich hat. Aber während des physischen Lebens sind sie gebunden an den physischen Leib; dann werden sie frei. Dadurch aber, daß sie frei werden, verwandelt sich nach und nach das Ganze. Während es so war, daß sich - wenn ich jetzt die Differenzierungen weglasse und das Seelenleben so zeichne während des physischen Lebens die Fühler (dunkel schraffiert) in unsere Löcher hineinerstrecken, nehmen sich nach dem Tode diese Fühler zurück. Dadurch aber, daß sich die Fühler zurücknehmen, höhlt sich das Seelenleben selbst aus, und im Seelenleben drinnen geht das geistige Leben auf; von der andern Seite geht das geistige Leben auf (hell schraffiert).
Cite:
GA 183/1918-08-26/p020 · edition original