Sechster Vortrag
Wir haben hingewiesen darauf, daß das Haupt des Menschen, der Kopf, auf die Vergangenheit weist, der Extremitätenmensch auf die Zukunft weist. Es ist ein vollständiger Gegensatz, polarisch; beides, das Haupt des Menschen und der Extremitätenmensch - erinnern Sie sich nur an dasjenige, was ich gestern auseinandergesetzt habe -, beide sind eigentlich ein und dasselbe; nur daß das Haupt eben eine sehr alte Bildung ist, eine Überbildung. Daher hat es auch die Löcher. Der Extremitätenmensch hat diese Löcher noch nicht; der ist eben noch ganz von Materie ausgefüllt. Löcher kriegen, das ist ein Zeichen von Überentwickelung. Rückgängige Entwickelung im Haupte sehen können, darauf kommt viel an. Und viel kommt darauf an, daß man verstehen kann: der Extremitätenmensch ist eine junge Metamorphose, das Haupt ist eine alte Metamorphose. Und weil der Extremitätenmensch eine junge Metamorphose ist, kann er noch nicht hier im physischen Leben denken, sondern es bleibt sein Bewußtsein unbewußt. Er öffnet nicht dem geistig-seelischen Menschen solche Löcher wie das Gehirn.
Cite:
GA 183/1918-08-26/p025 · edition original