{"corpus":"steiner","locus":"GA 183/1918-08-26/p033","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich habe Ihnen mancherlei jetzt gesprochen, was Sie wenigstens in der Form vielleicht etwas sonderbar berührt hat. Aber was ist denn das schließlich, was wir da besprochen haben, anderes, als daß wir vom scheinbaren Menschen aufsteigen zum wahren Menschen, von dem, was äußerlich in der Maja lebt, aufsteigen zu der Stufenfolge der Hierarchien? Nur wenn man das tut, kann man in einer reifen Form heute davon sprechen, daß der Mensch in sich wissen darf ein sogenanntes höheres Selbst. Wenn man bloß deklamiert von dem höheren Selbst, wenn man bloß sagt: Ich fühle in mir ein höheres Selbst - da ist dieses höhere Selbst ein reines leeres Abstraktum, da hat es keinen Inhalt; denn das gewöhnliche Selbst gehört der Maja an, ist also selbst Maja. Das höhere Selbst hat nur einen Sinn, wenn man von ihm spricht gegenüber der Welt der höheren Hierarchien. Vom höheren Selbst zu sprechen, ohne auf die Welt Rücksicht zu nehmen, die da besteht aus den Geistern der Form und den Engeln, Erzengeln und so weiter, vom höheren Selbst zu sprechen, ohne auf diese Welt Rücksicht zu nehmen, bedeutet: man spricht von leeren Abstraktionen, bedeutet zugleich: man spricht nicht von demjenigen, was da lebt im Menschen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Denn so wie wir hier mit Tieren, Pflanzen und Mineralien leben, so leben wir zwischen dem Tod und einer neuen Geburt mit den Reichen der höheren Hierarchien, von denen wir oftmals gesprochen haben. Nur wenn man sich nach und nach diesen Vorstellungen und Begriffen nähert, dann — wir werden davon erst vielleicht in acht Tagen sprechen -, dann kommt man zu einer Annäherung an so etwas, was Antwort geben kann auf die Frage: Warum sterben manche Menschen als junge Kinder, warum manche im höchsten Alter, andere dazwischen ?","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Sechster Vortrag","site_heading":null,"date":"1918-08-26","location":null,"word_count":294,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/183/1918-08-26/p033","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/183/1918-08-26/p033"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/183/1918-08-26/p033","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}