Neunter Vortrag
Der Zusammenhang zwischen dem Seelisch-Geistigen und dem Physisch-Ätherischen im Menschen der Gegenwatt ist, möchte ich sagen, schon sehr locker geworden, und der Mensch hat es notwendig, immer mehr und mehr bei sich Wache zu stehen, damit nicht in dem Zusammenhang zwischen seinem Physisch-Ätherischen und Seelisch-Geistigen etwas geschieht, was ihn gewissermaßen aussaugen könnte, was ihn seelisch-geistig aussaugen könnte. Denn wenn solche Vorurteile immer reger werden, man brauche im Leben nichts zu wissen über die Art, wie es nach dem Tode aussieht, oder wenn die Kluft immer größer wird zwischen sogenanntem Idealismus und rein natürlicher Ordnung, ist die Gefahr, der die Menschen entgegengehen, daß sie immer mehr und mehr ihre Seele verlieren könnten. Heute ist noch, ich möchte sagen, diesem Verlieren der Damm vorgesetzt, der dadurch gegeben ist, daß, wenn junge Leute sterben, der geistigen Welt eine gewisse Schwere verliehen wird und Luzifer die Rechnung verdorben wird, und wenn alte Leute sterben, so viel ausgepreßt wird an Geistigkeit in die physische Welt herein, daß Ahriman die Rechnung verdorben wird. Aber man darf nicht vergessen, daß dadurch, daß die Menschen sich lossagen vom geistigen Gebiet, die ahrimaninischen und die luziferischen Mächte immer mächtiger und mächtiger werden, und daß nach und nach, indem die Devolution der Erde immer weiter und weiter geht, dieser Damm nicht mehr voll wirken könnte.
Cite:
GA 183/1918-09-02/p046 · edition original