Dritter Vortrag
Aber dadurch ist wieder etwas anderes gegeben. Wenn Sie des Morgens aufwachen und untertauchen in Ihren Ätherleib, dann tauchen Sie eigentlich ein in das Geschöpf der Wesenheiten der zweiten Hierarchie. Und Sie tauchen auch in Ihren physischen Leib unter. Von diesem physischen Leib, den das Mysterienwesen daher den Tempel des Menschen nennt, ist das, was die äußerliche Anatomie und Physiologie zutage fördert, eben wirklich nur die alleralleräußerste Hülle. Von diesem ungeheueren Wundergebilde des menschlichen physischen Leibes bekommt man nur einen Begriff, wenn man weiß: er ist das Geschöpf des Zusammenwirkens der Wesenheiten der ersten Hierarchie. Wenn Sie des Morgens beim Aufwachen untertauchen in Ihren physischen Leib, so tauchen Sie eigentlich in das Werk höchster Hierarchien unter. Also denken Sie, wie im Leben die Dinge verteilt sind: Hier zwischen Geburt und Tod, wenn wir wachen, tauchen wir unter zunächst in unseren astralischen Leib, in dem wirksam ist das geschichtliche Leben der Menschheit. Wir tauchen aber auch unter in unseren Ätherleib, das Geschöpf der zweiten Hierarchie, in dem wirksam ist vieles vom Kosmos, das ätherische Leben des Kosmos. Und wir tauchen unter in unseren physischen Leib, der die Schöpfung ist der Wesenheiten der ersten Hierarchie. Und wenn wir leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, dann leben wir nicht mit dem Geschöpf, sondern mit den Schöpfern selber.
Cite:
GA 184/1918-09-08/p009 · edition original