{"corpus":"steiner","locus":"GA 184/1918-09-08/p025","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Daher kommt es, daß wir während unserer Erdenlaufbahn nicht nur die Aufgabe haben, das Sinnenfällige, sondern auch das Übersinnliche kennenzulernen. Denn das geschichtliche Leben der Menschheit, das ein Ergebnis der dritten Hierarchie ist, wir können es nicht kennenlernen von der Perspektive des Erdenlebens aus. Und für unsere Zeit - ich bitte, darauf zu achten, daß ich sage: für unsere Zeit, denn es war in der vorchristlichen Zeit nicht so -, für unsere Zeit ist es ganz wesentlich, daß sich der Mensch bewußt werde: er muß, während er hier auf Erden lebt zwischen Geburt und Tod, auch kennenlernen, wenn er sich als geschichtliches Wesen kennenlernen will, dasjenige, was Engel, Erzengel und Archai als geschichtliches Leben wirken. Kennenlernen die Welt nur so, wie sie heute die Naturwissenschafter kennenlernen wollen, kennenzulernen die Welt so, wie sie die Geschichte schildert, als ob die Geschichte gemacht wäre von Menschen allein, nicht von den Wesenheiten der dritten Hierarchie, das heißt, nur die alleräußersten Schalen des geschichtlichen Werdens kennen. Nur der lernt die Geschichte kennen, der sich bewußt ist: er muß gewissermaßen anschauen hier im physischen Leibe, was die Wesen tun auf der Erde, die er zwischen dem Tod und einer neuen Gebutt in einer ganz andern Weise - wenn ich mich des Ausdruckes bedienen darf, der ja nur vergleichsweise gebraucht ist -, die er da persönlich, individuell, in ihren himmlischen Taten kennenlernt. Die muß er in ihren Wirkungen auf der Erde im geschichtlichen Leben kennenlernen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1918-09-08","location":null,"word_count":239,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/184/1918-09-08/p025","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/184/1918-09-08/p025"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/184/1918-09-08/p025","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}