Dritter Vortrag
‚Aber so war es nicht immer; so ist es in der Zeit, in der wir jetzt leben. So war es vor allen Dingen nicht in der dritten nachatlantischen Zeit, vor dem Jahre 747, in der ägyptisch-chaldäischen Zeit. Wir wissen, daß da das ganze seelische Leben, der ganze Seelenzustand der Menschen ein anderer war. Da strahlte das überirdische Leben in das gewöhnliche Menschenleben herein, da wußte der Mensch, wenn er es sich auch anders deutete, als wir das jetzt in den Mythologien auslegen: Die Wesenheiten der dritten Hierarchie wirken herein in sein Ich und seinen astralischen Leib. - Er meinte die Wesenheiten der dritten Hierarchie, nannte sie Osiris oder Zeus oder Apollo oder Minerva oder wie immer, aber er wußte: Diese Wesenheiten, die er nur in dieser Weise ausdichtete und ausdeutete - aber die Ausdichtung und Ausdeutung bezog sich auf diese Wesenheiten -, sie wirken herein. Wenn er sie auch nicht hätte sehen wo//en, er hätte sie innerlich gesehen, denn es war in jenen alten Zeiten nicht die Bewußtseinstäuschung vorhanden, die heute vorhanden ist; sondern es war eben nur die Lebenstäuschung vorhanden, die diese Gestalten, wie man sagt, anthropomorphisierte. Aber von diesen Gestalten wußte man.
Cite:
GA 184/1918-09-08/p026 · edition original