Dritter Vortrag

GA 184/1918-09-08/p029 ·1918-09-08 · original (original)
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Und nun, wenn wir eine solche Seele betrachten, die jetzt wiederkommt, sie kommt mit all dem, was sie in der dritten nachatlantischen Zeit, im ägyptisch-chaldäischen Kulturzeitraum in sich aufgenommen hat, mit all dem kommt sie, aber nehmen wir einmal an, solch eine Seele sträube sich dagegen, in der jetzigen Inkarnation die Taten der dritten Hierarchie im geschichtlichen Leben der Menschheit zu betrachten, und daß sie sich sage: Was geht mich das an, was die Engel, Erzengel und Archai getan haben; für mich ist Geschichte dasjenige, was Menschen hier auf der Erde jemals verrichtet haben. - Eine solche Seele berücksichtigt nicht, daß in all dem, was Menschen auf der Erde verrichtet haben, mitspielen die Taten der dritten Hierarchie. Nehmen wir jetzt der Deutlichkeit willen an - für manche Seelen gilt es auch in bezug auf den vierten, den griechisch-lateinischen Zeitraum, eben bis zum Jahre 333 -, aber nehmen wir der Deutlichkeit willen an, eine solche Seele komme herüber aus dem ägyptisch-chaldäischen, aus dem dritten nachatlantischen Zeitraum: da hatte sie nicht nötig, sich anzustrengen, um etwas von den Taten der dritten Hierarchie zu wissen, denn da kam das von selber herein in das Menschenleben; da trägt sie das noch in sich, diese Seele. Also sagen wir, was diese Seele dazumal in sich verarbeiten konnte, das trägt sie in sich. Einem alten Ägypter hätte man nicht sagen können - er hatte keinen rechten Begriff vom geschichtlichen Leben, aber er sah doch auf das geschichtliche Leben hin -, ihm aber hätte man über dieses geschichtliche Leben nicht sagen können: Die Menschen machen die Geschichte. - Er würde nur gelacht haben, denn er sah ja, daß die Wesenheiten der dritten Hierarchie die Geschichte machten, wenn er sie auch in seiner Art versinnlicht darstellte.

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Cite: GA 184/1918-09-08/p029 · edition original