Dritter Vortrag

GA 184/1918-09-08/p037 ·1918-09-08 · original (original)
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Solche Wahrheiten, wenn man sie herausfindet aus dem Suchen nach der Wahrheit - Sie können die Versicherung hinnehmen -, solche Wahrheiten sind zunächst bestürzend. Wenn man ein Gefühl hat für das Einschlagende der großen Wahrheiten in der Welt, so kennt man auch das Gefühl des Bestürzenden dieser großen Wahrheiten. Bequem ist das Hineinleben in das Wahrheitsleben nicht. Nur wer oberflächlich ist, könnte meinen, es sei nicht bestürzend, sich sagen zu müssen: Leute, von denen auch eine große Anzahl von Menschen glaubte — was ja auch wahr ist! -, sie strebten ehrlicherweise nach der Wahrheit, sind durchpulst von ahrimanischem Geiste! Es schlägt sich aufs Herz, meine lieben Freunde! Daher versucht man, wenn sich solche Wahrheiten ergeben, mit ihnen zurechtzukommen. Dazu, um sie bei einem Ohr hinein-, beim andern Ohr hinausgehen zu lassen, sind diese Wahrheiten nicht da. Sie sind auch nicht dazu da, daß man sie bei seinem einsamen Meditieren findet und sie als Sensationen hinnimmt. Dazu sind sie alle nicht da, diese Wahrheiten. Man muß mit ihnen fertig werden, man muß finden können, wie dasjenige, was man als Weltenentwickelung kennt, was rings um einen herum ist, auch als Urteile der Menschen, dazu stimmt, daß so etwas da ist.

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Cite: GA 184/1918-09-08/p037 · edition original