Dritter Vortrag

GA 184/1918-09-08/p047 ·1918-09-08 · original (original)
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Das ist dasjenige, was einschneidend ist in unser Weltanschauungsleben, einschneidend sein muß, und was man nicht betrachten darf vom Standpunkte von heute auf morgen, sondern was man betrachten muß vom Standpunkte der ganzen Kosmologie aus, vom Standpunkte des Darin-Hineingestelltseins. Wer solche Fragen beantwortet von dem Gesichtspunkt, der sich ergibt aus einer ganzen Weltanschauung, der urteilt über solche Menschen, wie etwa Woodrow Wilson ist, nicht aus Sympathien oder Antipathien, sondern er urteilt so, wie man objektiv über irgend etwas urteilt. Das aber ist der Anachronismus, daß sich sehr viele Leute heute nicht darauf einlassen können, weil es unbequem ist, den Dingen ins Antlitz zu schauen. Man kann den Dingen nicht ins Antlitz schauen, wenn man nicht tiefer in die Dinge hineinforscht. Von solchen Seelen, die heute in keiner Beziehung stehen zu dem geschichtlichen Leben, muß das gesagt werden: es sind Seelen, die ignorieren dasjenige, was an wirklicher Geschichte durch die dritte Hierarchie geschehen ist, und die daher nicht mit den wirklichen Impulsen zu tun haben, wenn sie sprechen, sondern im Grunde genommen nur mit Worthülsen zu tun haben.

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Cite: GA 184/1918-09-08/p047 · edition original