Vierter Vortrag

GA 184/1918-09-13/p004 ·1918-09-13 · original (original)
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Es wird uns leichter sein, dasjenige genau ins Auge zu fassen, was für diese Frage in Betracht kommt, wenn wir diesen neuzeitlichen Dualismus vergleichen mit dem, was entsprechend im Altertum - ich meine in der vorchristlichen Zeit, so wie wir von der vorchtristlichen Zeit sprechen — als Ähnliches existiert hat. Das unserem heutigen Dualismus Ähnliche war in alten Zeiten für die Menschheit etwas, was man nennen kann Fatalismus. Man war bis ins 2., 3. vorchristliche Jahrhundert, und dann später noch mehr - es wurde aber immer mehr anachronistisch — geradezu gedrängt, in den Fatalismus zu verfallen. Und im Grunde genommen ruht auch auf dem Grunde der griechischen Weltanschauung der Fatalismus. In der neueren Zeit ist aller Fatalismus eigentlich anachronistisch; das heißt, er gehört nicht mehr in die Gegenwart herein. Verführt, könnte man sagen, waren die Menschen der alten Zeit zum Fatalismus, verführt sind die Menschen der neueren Zeit, und ganz besonders der Gegenwart, zum Dualismus.

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Cite: GA 184/1918-09-13/p004 · edition original