Vierter Vortrag

GA 184/1918-09-13/p037 ·1918-09-13 · original (original)
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Das sind die drei Stufen: Das ahnende Erleben des Geistes, was natürlich etwas Halluzinatorisches ist, weil man den Geist in der Gegenwart nimmt und nicht erkennt, daß er Keim für die Zukunft ist; das ahnende Erleben, das träumerisch-ahnende Erleben des Geistes. Die zweite Stufe ist die prophetische Vision, wo etwa in dem Sinne der alten hebräischen Propheten wirklich in Visionen Zukünftiges erlebt wird, wo also schon drinnen lebt etwas davon, daß der Geist keimhaft ist für die Zukunft. Und die dritte Stufe, die noch wenig verstanden wird sogar, die aber doch etwas Tiefes hat, ist das apokalyptische Anschauen der Welt. Aber alles das sind Vorstufen für das geisteswissenschaftliche Anschauen, das sich auf der andern Seite aber verbinden muß — weil es sonst in der Luft schweben würde, bildlich gesprochen — mit der bildhaften Anschauung über die Natur. Bildhafte Anschauung über die Natur hebt einen hinaus über das Illusorische der Naturwissenschaft. Reales Verhalten gegenüber demjenigen, was durch das Ahnende der Zukunft, durch das visionäre Schauen der Zukunft - prophetisches visionäres Schauen, apokalyptisches Schauen — geht, das hebt uns hinaus über das Halluzinatorische des Geisteslebens.

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