{"corpus":"steiner","locus":"GA 184/1918-09-22/p038","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun wissen Sie ja, in den siebziger Jahren, 1879, entstand die Möglichkeit eines gewaltigen, tiefgehenden Einflusses von der geistigen Welt. Ich habe es öfter dargestellt, wie ein Geisterkampf, der vorher in den geistigen Welten stattgefunden hat, eingeflossen ist in die irdische Ordnung, in die Michael-Ordnung. Seit jener Zeit sind besondere Gelegenheiten gegeben, daß Spirituelles von den Menschen, die das wollen, aufgenommen werde. Man glaube nun nicht, daß die Eingeweihten der römisch-katholischen Kirche solche Dinge nicht wissen! Sie kennen sie natürlich; aber sie richten ihre Dämme dagegen auf. Und gerade im Zusammenhang mit der Tatsache, daß das spirituelle Leben von den geistigen Welten aus ganz besonders gefördert wird vom Jahre 1879 an, hat vorausschend die römisch-katholische Kirche das Infallibilitätsdogma aufgerichtet, um einen Damm aufzubauen durch das Infallibilitätsdogma gegen etwaigen Einfluß irgendwelcher neuer spiritueller Wahrheiten. Selbstverständlich, wenn die Leute mit Bezug auf ihre Weltanschauung nur dasjenige in sich verarbeiten dürfen, was ex cathedra von Rom aus verkündet wird in dem Lichte des Unfehlbarkeitsdogmas, so ist ein mächtiger Damm aufgerichtet gegen das Einfließen irgendwelcher spiritueller Wahrheiten, die aus der geistigen Welt selber kommen. Das ist das eine, das römische Element, welches seine Naturbedingungen in früheren Zeiten hatte und herüberbrachte aus diesen Naturbedingungen früherer Zeiten die Starrheit im Traditionellen, die Starrheit im Ausschließen desjenigen, was gerade aus den geistigen Welten an spiritueller Substantialität in die Menschenseelen einfließen könnte.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Neunter Vortrag","site_heading":null,"date":"1918-09-22","location":null,"word_count":224,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/184/1918-09-22/p038","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/184/1918-09-22/p038"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/184/1918-09-22/p038","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}