{"corpus":"steiner","locus":"GA 184/1918-10-11/p012","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun bin ich zwar überzeugt, daß die allermeisten von Ihnen, wenn Sie eines dieser Bücher in die Hand nehmen, es sehr bald wiederum aus der Hand legen, weil diese Bücher außerdem in der modernen Philosophengelehrtensprache gehalten sind, und diese ja, nicht wahr, mit einer Terminologie ausgerüstet ist, die derjenige, der nicht eingefuchst darinnen ist, nicht versteht, die er erst lernen muß. Aber dennoch, wer diese Sprache handhaben kann, der kann wissen, daß in diesen Büchern eine Unsumme von Scharfsinn steckt, wie er in der Gegenwart fabriziert werden kann, und daß in den jammervollen Umschreibungen, die gerade in diesen Büchern stecken, eine ahnende Erkenntnis liegt, die allerdings ganz anders präzisiert werden muß, als sie Richard Wahle präzisiert. Aber man möchte sagen: Diese eigentümliche Leidenschaft, dieses eigentümliche Leidenschaftliche, das er hat, loszugehen auf die Fabrikation dieses Giftes, von dem ich gesprochen habe, für die andern Köche und Kellner, die bezeugt, daß diese Erkenntnis in ihm pulst, sonst würde er nicht als wohlbestallter Professor der Philosophie gesagt haben, der Mensch habe nicht mehr Weisheit als ein Tier, und unterscheide sich vom Tier nur dadurch, daß das Tier wenigstens nicht so vernünftig sei, nach Weisheit zu streben, der Mensch aber sogar nach Weisheit strebt, also vernünftig ist, weil er dasjenige ahnt, was es für ihn gar nicht geben kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dreizehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1918-10-11","location":null,"word_count":215,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/184/1918-10-11/p012","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/184/1918-10-11/p012"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/184/1918-10-11/p012","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}