Dreizehnter Vortrag
Denn, was wäre dann erreicht? Der Mensch muß, wenn er einigermaßen normal sich entwickelt, wenn er so sich entwickeln würde, daß jenes Wesen nichts weiter dabei zu tun hätte, vorschreiten zum Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch; das wäre ihm gründlich weggenommen. Er sollte bei der Bewußtseinsseele bleiben, er sollte das erhalten, was die Erde ihm geben kann, aber nicht mehr, nicht hinausgehen zu Jupiter-, Venus- und Vulkanentwickelung. Käme es dazu, daß er im richtigen Zeitalter durch die ihm ureigenen Kräfte den Inhalt der Bewußtseinsseele bekommt, dann wäre schon in ihm durch die Entwickelung, die er mittlerweile im normalen Sinne durchgemacht hat, die Anlage vorhanden, auch zum Geistselbst und so weiter aufzusteigen. Aber das sollte verhindert werden. Deshalb sollten die Menschen die Bewußtseinsseele mit ihrem Inhalte schon früher in die Verstandes- oder Gemütsseele eingeflößt, eingeimpft erhalten. Dann wäre der Mensch in seiner Entwickelung bei der Bewußtseinsseele stehen geblieben; dann wäre er ein Unding von Wissen, welches ihm vom sechsten Zeitraum an überlassen sein würde! Dann aber wäre es mit ihm aus; er würde sich nicht weiterentwickeln, sondern das seiner Bewußtseinsseele einverleiben, alles in seinen äußersten Egoismus stellen, in den Dienst der Bewußtseinsseele.
Cite:
GA 184/1918-10-11/p028 · edition original