Neunter Vortrag
Arius trat dieser Anschauung entgegen. Arius war der Meinung, daß man nur sagen könne, es gäbe einen überragenden Gott, den Vater-Gott, und der Sohn-Gott, also der Christus, sei von dem Vater zwar vor der Zeit, aber doch eben geschaffen. Also er sei nicht gleicher Natur und Wesenheit, sondern etwas, was sich aus dem Vater-Gott erst entwickelt hat, was sich entwickelt hat aus dem Vater-Gott als etwas, das der Menschheit näher steht als der Vater-Gott, als etwas, das gewissermaßen die Vermittlung bildet zwischen dem in Höhen schwebenden Vater-Gotte, der zunächst für die menschlichen Erkenntniskräfte nicht zu erreichen ist, und dem, was der Mensch in sich selber findet.
Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/185/1918-11-03/p009.json
Cite:
Cite:
GA 185/1918-11-03/p009 · edition original