Erster Vortrag

GA 187/1918-12-22_02/p027 ·1918-12-22 · original (original)
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Die Wahrheiten, die ewige sind, nehmen wir nur im rechten Sinne wahr, wenn wir sie in ihrer gegenwärtigen Spiegelung sehen, nicht nur verabsolutiert, verabstrahiert in einer Form. Und wenn wir uns fühlen als Mensch nicht nur im abstrakten Sinne, sondern als Mensch so recht darinstehend in einer Zeit, in der es unsere Pflicht ist, aus der Zeit heraus zu handeln und zu denken, dann werden wir den Christus, der bei uns ist alle Tage bis ans Ende des Erdenlaufes, zu vernehmen versuchen in seiner gegenwärtigen Sprache, wie er uns über den Weihnachtsgedanken belehrt, erleuchtet, mit dem Weihnachtsgedanken durchkraftet. Dann werden wir diesen Christus in seiner neuen Sprache in uns aufnehmen wollen, denn verwandt muß der Christus uns werden. Dann können wir die rechte Christus-Aufgabe auf dem Erdenrunde und nach dem 'Tode durch uns selber erfüllen. Der Mensch jedes Zeitalters muß in seiner Art den Christus in sich aufnehmen. Die Menschen empfanden das, wenn sie im rechten Sinne hinblickten auf die beiden großen starken Geistsäulen, auf den Weihnachtsgedanken und den Ostergedanken. So hat der tiefsinnige deutsche Mystiker, der schlesische Angelus, Angelus Silesius, hinblickend auf den Weihnachtsgedanken, gesagt:

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