Erster Vortrag

GA 188/1919-01-03/p034 ·1919-01-03 · original (original)
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Es gibt nur noch einige ganz wenige Menschen in der neueren Zeit, bei denen sich durch die allgemeinen Wahnvorstellungen etwas von früheren, atavistischen Weltwirklichkeitsvorstellungen durchgestoßen hat. Wenn man das Tier im ganzen Zusammenhang mit der Naturentwickelung betrachtet, wenn man sich seine Organisation dann ansieht im ganzen Zusammenhang mit der Naturordnung, was ist denn eigentlich mit dem Tiere? Als die alte Mondenentwickelung vorhanden war, da war in bezug auf die äußere Organisation noch keine Differenzierung eingetreten zwischen den höheren Tieren und dem heutigen Menschen. Die ist erst ein Ergebnis der Erdenentwickelung. Der Mensch hat die normale Erdenentwickelung mitgemacht, das Tier nicht. Das Tier ist gleichsam in der Mondenentwickelung vertrocknet. Es stimmt nicht zusammen seine Organisation mit der Erdenentwickelung. Wer das durchschaut — es haben es in der neueren Zeit eben wenige instinktiv durchschaut, /ege/ unter anderem -, der beantwortet sich die Frage: Was ist denn eigentlich das Tier in bezug auf seine Organisationsform? — damit, daß er sagt: Die Natur wird krank, und die Krankheit der Natur ist das Tier, namentlich das höhere Tier. In der tierischen Organisation waltet die Krankheit der Natur, die Krankheit der ganzen Erde. Das Krankwerden der Erde, das kranke Zurücksinken in die alte Mondenentwickelung ist die höhere Tierheit; nicht so sehr die niederen Tiere, aber die höhere Tierheit. Das aber ist auch etwas, was dem Menschen in dem entscheidenden Augenblicke unbewußt entgegentritt, wenn er an dem Hüter der Schwelle vorbeikommt, falls er es nicht bewußt will.

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Cite: GA 188/1919-01-03/p034 · edition original