Erster Vortrag

GA 188/1919-01-03/p035 ·1919-01-03 · original (original)
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Und wenn Sie das, was ich Ihnen jetzt gesagt habe, zusammenhalten damit, wie ich Ihnen die Verteilung der Begegnungen mit dem Hüter der Schwelle in ihrer Differenzierung über den amerikanischen Westen, über die europäische Mitte, über den Osten vor einiger Zeit vorgetragen habe, wenn Sie das zusammenhalten, dann werden Sie sehen, wie man sich orientieren kann über das, was auf der Erde in der Menschheit geschieht, wenn man sich nur auf diese Dinge einläßt. Und läßt man sich auf diese Dinge ein, dann begreift man, daß der Mensch wirklich dazu kommen würde, endlich einmal anders zu denken über sich und auch über das Verhältnis zu seinen Mitmenschen. Die Frage sollten alle ernsteren Leute in der Gegenwart doch aufwerfen, die Frage, die sich an einen solchen Satz anschließen kann wie der erwähnte: «Daß ein furchtbares Schicksal der weißen Menschheit winkt, dies scheint mir unter allen Umständen gewiß, es sei denn, daß eine Periode supremer Weisheitsherrschaft sehr bald die der Leidenschaft und Wahnvorstellungen ablöst.» Wo diese Weisheitsvorstellungen zu finden sind, wie sie zu bekommen sind, darauf möchte nämlich die Geisteswissenschaft Antwort geben. Damit möchte sie aber auf die allerwichtigsten Fragen der Gegenwart Antwort geben. Und wenn jemand kommt, der so gründlich das, was der Gegenwart notwendig ist, empfindet, wie solch ein Mann, so kann man ihm sagen: Wenn du nicht weiter fürchten willst, daß der weißen Menschheit ein furchtbares Schicksal winkt, dann lasse dich ein auf eine geisteswissenschaftliche Betrachtung der Welt und ihrer Er scheinungen! Davon wollen wir dann morgen weiter reden.

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Cite: GA 188/1919-01-03/p035 · edition original