Vierter Vortrag

GA 190/1919-03-28/p005 ·1919-03-28 · original (original)
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Das hatte seine Kulmination im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts erreicht. Und so kamen diejenigen Kinder, die im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts geboren waren, mit einer starken geistigen Antipathie gegen dasjenige, was hergebrachte Kultur, hergebrachte Bildung war, auf der Erde an. Dieser Strom von Impulsen, der da mit diesen jüngstgeborenen Kindern auf die Erde hereinkam, der hat mächtig dazu beigetragen, auf der Erde die Neigung hervorzurufen, diese alte Kultur, diese Kultur der kapitalistischen und technischen Zeit wegzuwischen, wegzufegen. Und wer in der rechten Weise in der Lage ist, einzugehen auf den Zusammenhang zwischen der physischen und der überphysischen Welt, der wird nicht mißverstehen, wenn gesagt wird, daß, was in den Herzen und Seelen unserer jüngsten irdischen Mitbürger lebt an Begierde nach einer spirituellen Kultur, wesentlich mitgewirkt hat an demjenigen, was in den letzten Jahren auf der Erde sich ereignet hat. Sehen Sie, meine lieben Freunde, das ist gewissermaßen, wenn ich sagen darf, die Lichtseite der traurigen, der fürchterlichen Ereignisse der letzten Jahre. Es ist deshalb eine Lichtseite, weil es zeigt, daß das Furchtbare, das angerichtet worden ist, wenn man sich so ausdrücken darf, wegen der Versumpftheit des materialistischen Zeitalters, vom Himmel gewollt worden ist und als Botschaft heruntergeschickt worden ist durch das Unterbewußte der jüngstgeborenen Kinder. Das ist der Seelenausdruck, der ein ganz anderer ist bei den allerjüngsten Kindern, als bei denjenigen, die etwa im 19. oder im Anfange des 20. Jahrhunderts geboren worden sind. Und es wird schon notwendig sein, daß sich die Menschheit auf solche feineren Beobachtungen einrichtet. Heute ist die Menschheit stolz auf ihren praktischen Sinn. Aber wo sich dieser praktische Sinn betätigen sollte im wirklichen Lebensbeobachten, da wird über alles hinweggesehen, da wird über alleshinweggeredet und hinweggedacht. Den melancholischen Ausdruck, der sich auf zahlreichen jüngsten Kindern, Kinderantlitzen zeigt seit fünf bis sechs Jahren, den bemerken heute die Menschen wenig. Würden sie ihn bemerken, so würden sie daraus den Impuls schöpfen - schon daraus -, daß eine mächtige soziale Bewegung Platz greifen muß.

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