Dritter Vortrag
Im Zusammenhang mit dieser Idee von der Erweiterung des Bewußtseins habe ich zu Ihnen gesagt, daß der Mensch in den drei ersten Epochen seines Lebens unter dem Einfluß von Kräften steht, die wir eigentlich als untersinnliche Kräfte bezeichnen können. Der Mensch steht von seiner Geburt bis zum siebenten Jahr im Zusammenhang mit Kräften des Erdenplaneten selbst. Die Gestaltungskräfte, die da im menschlichen Organismus wirken, sind im wesentlichen diejenigen, die verankert sind im Erdenplaneten selbst, im Inneren dieses Erdenplaneten. Und was dann wirkt, organisierend den Menschen, durchlebend den Menschen vom siebenten bis vierzehnten Lebensjahr, das sind die Kräfte des Luftkreises, die dann namentlich auf dem Umwege der Atmung den Menschen durchwellen, durchdringen, und durch die er die in den ersten sieben Lebensjahren veranlagten Gestaltungen und Formen eben durchlebt. Dann beginnt für den Menschen die Zeit, in der er, aber ohne daß das in sein Bewußtsein heraufdringt, ausgesetzt ist den Kräften, die von dem Planetensystem auf den Menschen mittelbar durch die Erde wirken.
Cite:
GA 191/1919-10-05/p004 · edition original