Dritter Vortrag

GA 191/1919-10-05/p006 ·1919-10-05 · original (original)
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Ich habe in früheren Zeiten öfter einen Vergleich gebraucht, um von einem anderen Gesichtspunkte aus dieses Bewußtsein zu charakterisieren. Ich habe gesagt: Ein menschlicher Finger ist ein menschlicher Finger aber nur, solange er in Verknüpfung ist mit dem menschlichen Leibe. In dem Augenblick, wo wir ihn abschneiden, verdorrt er. - Geradeso wie der Finger, so sagte ich öfter, zu unserem Leibe steht, so steht der Mensch zu der ganzen Erde, ja zu unserem ganzen Planetensystem. Wenn Sie den Menschen wegheben würden von der Erde und von dem ganzen Planetensystem, er würde verdorren, er würde absterben wie der Finger, wenn man ihn weghebt von dem menschlichen Leib. Es handelt sich darum, daß man allmählich im menschlichen Leben dazu aufrückt, von der Wahrnehmung des Teiles zu der Wahrnehmung eines größeren Ganzen zu kommen. Der Mensch, so wie er sich selbst betrachten kann, ist wirklich eine Teilwesenheit, insofern er ein physischer Organismus ist und auch insofern er ein Ätherleib ist. Er wird nur als ein Organismus betrachtet, wenn er im Zusammenhang mit der Erde und sogar mit dem ganzen Planetensystem ist. Wenn man aber das ganz lebendig in sein Bewußtsein aufnimmt, so weiß man sich als zugehörig mehr zu der Welt als zu der bloßen Erde, denn die Erde hat ihre Kräfte vom Weltenall, und indem wir zuerst nur abhängig sind von der Erde, gehen wir allmählich über zu der Abhängigkeit von dem Weltenall.

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