{"corpus":"steiner","locus":"GA 191/1919-10-05/p021","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Die gewöhnliche Naturwissenschaft, die sieht den Menschen allein bis zu seinem Tode. Dann verfolgt sie das Übriggebliebene, das hier auf der Erde Übriggebliebene, den Leib, verfolgt ihn, wie er verbrannt wird oder wie er der Erde mitgeteilt wird, zu Staub wird. Nun könnten Sie untersuchen, welche Bestandteile in diesem Menschenstaube sind, der zurückgeblieben ist von einem menschlichen Organismus. Dann wird die Naturwissenschaft sagen: Da zerfällt die menschliche Substanz, teilt sich der Erde mit. — Ja, das ist nicht einmal eine Viertels-, nicht einmal eine Achtelswahrheit, das ist gar keine Wahrheit, wenn man das ausspricht. Denn das, was da der Erde mitgeteilt ist, gleichgültig ob durch das Verbrennen oder durch das Beerdigen, das hat menschliche Form gehabt, menschliche Form auch dadurch gehabt, daß vor der Geburt beziehungsweise vor der Konzeption ein geistig-seelisches Wesen heruntergestiegen ist aus den geistigen Welten, gearbeitet hat bis zum Tode hin in diesem physischen Leibe. Dann teilen Sie diesen physischen Leib der Erde mit. Da arbeitet das, was Menschenform ist, in der Erde weiter, ganz gleichgültig, ob es verbrannt oder beerdigt worden ist, es arbeitet an der Erde mit. Die Erde bekommt fortwährend dasjenige mitgeteilt, was sie nicht haben würde, wenn ihr nicht Menschenleiber nach dem Tode der Menschen mitgeteilt würden. Das ist etwas für die Erde, daß ihr Menschenleiber nach dem Tode mitgeteilt werden. Die Erde hätte sonst nur Substanzen, die irdisch sind, wenn ihr nicht Menschenleiber mitgeteilt würden.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1919-10-05","location":null,"word_count":233,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/191/1919-10-05/p021","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/191/1919-10-05/p021"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/191/1919-10-05/p021","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}